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Geschätzte ASTAG-Mitglieder


Gerne informieren wir Sie auch heute über den aktuellen Stand der «Corona-Krise». Leider ist aus dem Kanton Waadt bereits der erste Todesfall gemeldet worden. Zudem nehmen die Fälle von bestätigten Ansteckungen rasch zu. 

Nebst den gesundheitlichen Risiken hat die Ausbreitung des Virus aber immer stärker auch volks- und betriebswirtschaftliche Konsequenzen. Zu den am meisten betroffenen Branchen gehört nebst Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Eventorganisation und Sport vor allem auch die private Reisebusbranche. Je mehr Erkrankungen in Europa und in der Schweiz auftreten, desto weniger attraktiv sind Ferien, Reisen und Mobilität. Zudem sind Grossveranstaltungen ab 1‘000 Personen, die für Fahrten-Aufträge von sehr grosser Bedeutung sind, bis mindestens Mitte März ohnehin verboten. Bereits häufen sich Stornierungen und Annullationen durch Kunden, die aus Angst vor Ansteckung vorerst auf Reisen verzichten wollen. 

Wie beurteilt die ASTAG die aktuelle Situation?

Zur Verdeutlichung der aktuellen Lage seien folgende Fakten aus mehreren Unternehmen in der Deutschschweiz und der Romandie erwähnt: 
  • In der ganzen Schweiz stehen ganze Flotten still, d.h. 25 von 28 Fahrzeugen (Fall 1) bzw. 12 von 14 Fahrzeugen (Fall 2).
  • Die Umsatzeinbussen erreichen, je nach Fall, bis zu 600'000 Franken pro Woche.
  • Bei den Buchungen ist ein dramatischer Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode zu verzeichnen, konkret: minus 62 Prozent (Fall 1) bzw. minus 90 Prozent (Fall 2).
  • Betroffen sind sämtliche Angebote, von Auftragsfahrten (Firmen, Schulen usw.) über Badeferien, Kreuzfahrten und Flüge bis zu Pilgerreisen.
In diesem geschäftlichen Umfeld ist es nicht länger möglich, das Fahrpersonal sowie auch die übrigen Angestellten (Fahrzeugreinigung, Büro, Disposition usw.) wirtschaftlich einzusetzen. Eine kurzfristige Anpassung der Kostensituation (z.B. Reduktion von Marketingaktivitäten oder Löhnen) ist nur sehr bedingt möglich, ebenfalls hilft der angeordnete Bezug von Überzeit und Ferien lediglich für kurze Zeit.  

Bereits jetzt muss von einer existentiellen Gefährdung der Reisebusbranche gesprochen werden. Ohne Gegenmassnahmen sind Firmenschliessungen zu erwarten.


Was hat die ASTAG bisher unternommen?

Die ASTAG hat ihre Anstrengungen zugunsten der Schweizer Reisebusbranche gestern und heute nochmals deutlich intensiviert: 
  • Der Bundesrat wurde mündlich und schriftlich über die drastische Notlage der Branche informiert.
  • Die einzige Lösung sieht die ASTAG in der Schaffung eines «Nothilfefonds» durch den Bund. Der Vorschlag wurde dem Bundesrat ebenfalls mitgeteilt.
  • Alle Informationen rund um das Coronavirus, speziell mit Bezug auf das Transportgewerbe, werden weiterhin gesammelt und analysiert. Exklusiv für Mitglieder finden sich die News auf der Webseite der ASTAG.
  • Die meisten Fragen von Carmitgliedern betreffen das Vertragsrecht (Stornierungen) und Entschädigungsfragen. Hilfreiche Informationen sind jederzeit auf astag.ch/wissen/international/coronavirus verfügbar.
  • Die Bestrebungen für eine bestmögliche Unterstützung der Reisebusbranche gehen auf allen Ebenen unvermindert weiter.
  • Für die persönliche Beratung von betroffenen Mitgliedern wurde ein spezielles Team von ASTAG-Mitarbeitenden gebildet. Sie helfen gerne, wo sie können.


Die ASTAG verfolgt und beurteilt die Entwicklung laufend.

Sie finden tagesaktuelle Informationen unter den folgenden Links:
Bei Neuigkeiten werden wir Ihnen, geschätzte Mitglieder, erneut unser «Corona-Update» zustellen. Gerne nehmen wir auch Ihre Rückmeldungen entgegen (a.kirchhofer@astag.ch).

Freundliche Grüsse

André Kirchhofer
Vizedirektor

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ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
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3006 Bern
Schweiz

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